KLASSIKER

HERMANN SIMON

Herman Simon-Vordenker
Herrmann Simon im Interview

Hermann Simon ist ein deutscher Unternehmensberater und Unternehmer, Wirtschaftsprofessor, Autor, Referent sowie seit 1988 Kolumnist für das manager magazin. Nach dem Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre promovierte und habilitierte er in Bonn. Er lehrte an Universitäten und nahm mehrere internationale Gastprofessuren an. Simon publizierte in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie in praxisorientierteren Zeitschriften wie der Harvard Business Review und der MIT Sloan Management Review. Im Jahre 1985 gründete Simon das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners. Er war Mitgründer von „Helikos“, der ersten special-purpose acquisition company an einer deutschen Börse.


GRUNDTHESEN

Simons Bücher zum Preismanagement wie z.B „Preismanagement: Strategie - Analyse - Entscheidung – Umsetzung“ sind weltweit zu Standardwerken geworden. Besonders intensiv hat er sich mit oft nur der Fachwelt bekannten, mittelständischen Weltmarktführern befasst, für die er den Begriff „Hidden Champions“ prägte.

ALFRED P SLOAN

Alfred Sloan
Alfred P Sloan interview on Running a Successful Business (1954)

Alfred Pritchard Sloan war von 1923 bis 1937 der Präsident von General Motors. Er machte seinen Abschluss in Elektrotechnik am Massachusetts Institute of Technology. Nach seinem Studium arbeitete er bei dem Lagerhersteller Hyatt Roller Bearing, bei dem er bis zum Präsidenten aufstieg. Heute gilt Sloan als der Erfinder der geplanten Obsoleszenz. Zu Lebzeiten setzte er sich für Wissenschaft und Forschung ein, schuf die Alfred P. Sloan Foundation und rief das Sloan Fellows Programm ins Leben.


GRUNDTHESEN

Sloan beobachtete, dass je größer die Unternehmen, desto schwieriger und umfangreicher die Koordination beim arbeitswissenschaftlichen Ansatz (Taylorismus) wird. Er reagierte durch Schaffung dezentralisierter Unternehmensbereiche, die von der Konzernspitze durch Kennzahlenkontrolle geleitet wurden, Divisionalisierung der komplexen Autofertigung in mehrere Automarken und Arbeitsteilung auch auf Managementebene.

DON TAPSCOTT

Don Tapscott-Vordenker
Don Tapscott zu „Principles For Business Success in the Digital Age“

Don Tapscott ist ein kanadischer Unternehmer, Autor und Professor für Management an der Joseph L. Rotman School of Management der University of Toronto. Tapscott ist Gründer und Vorsitzender der wirtschaftsstrategischen Denkfabrik nGenera Insight.


GRUNDTHESEN

Tapscotts bekanntestes Buch „Wikinomics: Die Revolution im Netz“ beschäftigt sich mit der Frage, wie und warum die Arbeitsweise traditioneller Unternehmen durch den Einsatz der Prinzipien von Web 2.0 in Unternehmen vor eine Herausforderung gestellt wird. Er ist der Meinung, dass diejenigen, die die Vorteile der wenig kostenintensiven Herangehensweise nutzen wollen, dabei ihr gesamtes Geschäftsmodell in Frage stellen und große Teile des wertvollen Unternehmenswissens offen verfügbar machen müssen.

ALVIN TOFFLER

Alvin Toffler
Big Thinkers - Alvin Toffler [Futurist]

Alvin Toffler war ein US-amerikanischer Futurologe. Er wurde bekannt für seine Arbeiten zur Digitalen Revolution, der Technologischen Singularität und der Kommunikations-Revolution. Außerdem war Toffler ein Mitautor des Fortune-Magazins. Viele Bücher schrieb er gemeinsam mit seiner Frau Heidi Toffler, die ebenfalls Schriftstellerin und Futurologin war. Neben seiner Arbeit als Publizist war Toffler auch weltweit als Berater von Behörden und Regierungen tätig. In asiatischen Ländern ist er besonders populär gewesen.


GRUNDTHESEN

Tofflers frühe Werke beschäftigten sich mit Technologie und deren Folgen, später kamen die Reaktionen und der Wandel der Gesellschaft dazu. Mit zunehmender Stärke befasste er sich auch mit der Militärtechnologie des 21. Jahrhunderts. Bekannte Werke von ihm sind zum Beispiel „The Culture Consumers: A controversial study of art and affluence in America“ (1964), „Future Shock“ (1970) und „The Third Wave“ (1980).

HANS ULRICH

Hans Ulrich-Vordenker
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Hans Ulrich war ein Schweizer Wirtschaftswissenschaftler. Er war von 1954 bis 1985 ordentlicher Professor an der Hochschule St. Gallen. Dort gründete er 1954 das Institut für Betriebswirtschaft und war lange Jahre Präsident. Es ist Ulrichs Verdienst, dass klar zwischen Betriebswirtschaftslehre und Managementlehre unterschieden und entsprechend verschiedene Zugänge zu Lehre und Wissenschaft gesucht werden können. Er entwickelte seine Managementlehre auf der Grundlage der Systemtheorie und Kybernetik. In Würdigung seines Werks wurden ihm Ehrendoktorate der Universitäten Zürich, Augsburg und Mannheim verliehen.


GRUNDTHESEN

Hans Ulrich ist Mitbegründer des bekannten St. Galler Management-Modells. Die Auseinandersetzung mit grundlegenden Merkmalen dynamischer Systeme und ihrer Relevanz für gesellschaftliche Systeme und die Entwicklung einer systemischen Problemlösungsmethodik waren für Ulrich wichtige Themenkomplexe, ebenso die Entwicklung von umfassenden Konzepten für normative, strategische und operative Führung.

KARL E. WEICK

Karl Weick-Vordenker
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Karl Edward Weick ist emeritierter Professor für Organisationsverhalten und - psychologie an der Ross School of Business der University of Michigan. Nach seinem Psychologiestudium nahm Weick mehrere Gastprofessuren an. 1988 übernahm er die Rensis Likert Collegiate Professur of Organizational Behavior and Psychology an der University of Michigan, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. Er ist einer der renommiertesten Organisationsforscher weltweit.


GRUNDTHESEN

Weick betrachtet Organisationen als sinngenerierende Systeme (engl. sensemaking systems), die ihre Selbstwahrnehmung rückblickend ständig neu erzeugen, wobei sie ihre Umwelt und sich selbst beobachten. Weick versteht unter Sensemaking weit mehr als bloße Interpretation, sondern auch die Erzeugung einer eigenen sozialen Realität.